Wer uns nicht persönlich kennt, könnte meinen wir verbringen unsere Zeit ausschließlich mit A Capella und hören wenig andere Musik. Um euch vom Gegenteil zu überzeugen, erzähl ich (Felix) euch von Mikeys und meinem Wochenende auf „Rock im Park“ in Nürnberg.

Wir bei VoiceBreak haben natürlich alle einen sehr vielseitigen Musikgeschmack, der sich auch teilweise von Person zu Person stark unterscheidet. Vielleicht erzählen wir ein anderes Mal davon, wie wir uns gegenseitig musikalisch beeinflussen (da gibts überraschend interessante Geschichten, wenn ich so drüber nachdenke), aber heute geht es um eine Vorliebe, die vor allem Mikey und ich teilen; guten, alten, lauten Rock. Auch innerhalb dieses großen Bereichs sind wir uns in vielen Dingen einig und haben unsre Vorlieben in Classic Rock, Punk, Metal, Ska und was es sonst noch alles gibt.

Während wir schon auf vielen Konzerten waren, war ein so großes Festival wie Rock im Park vor allem für mich eher Neuland. Die Atmosphäre außerhalb der Konzerte, der allgegenwärtige Suff und die langen Wartezeiten in großer Hitze waren der Grund warum ich mir nie ernsthaft Gedanken machte, solch ein Event zu besuchen. Dieses Jahr allerdings war das Line-Up für uns SO überzeugend, dass wir viele der Bands einfach sehen mussten. Um dem eingangs erwähnten außermusikalischen Trubel ein bisschen aus dem Weg zu gehen, übernachteten wir fürs Wochenende in Tobis, Danis und meiner WG, die mit dem Zug etwa eine Stunde von Nürnberg weg liegt. Das mag uns wie Schwächlinge dastehen lassen, aber andererseits singen wir A Capella, ein Schwächling zu sein steckt leider schon ein bisschen in unsrem Image drin. 😉

Insgesamt sahen wir in Retrospektive gar nicht mal SO viele Bands. Chronologisch waren das Avenged Sevenfold und Metallica am Freitag, Fall Out Boy und die Fantastischen Vier am Sonntag und The Offspring am Montag vor der Heimfahrt. Mikeys Highlight war Metallica, und so ein Konzert erlebt man auch nicht alle Tage, großartige Show und die Songs wurden komplett von Fans gevoted. Meine Nummer 1 war eher Fall Out Boy, alleine aus der Tatsache, dass sie sich nach einer längeren Ruhepause erst letztes Jahr wiedervereinigten und vor ihrer Auflösung lange meine Lieblings-Band waren. Eigentlich waren alle Konzerte auf denen wir waren extrem gut, der Sound war fantastisch (wir standen direkt unter einem Boxenturm), die Sänger überraschend solide und vor allem Fanta 4 drehten für ihr 25-Jahre Jubiläum volle Kanne auf.

Dennoch werde ich mir weiterhin jedes Jahr genau überlegen ob ich wieder hinfahre. Eigentlich nur aus einem Grund: der Hitze. Vor allem Sonntag soll es zwischendrin 35°C gehabt haben und man steht stundenlang in der prallen Sonne. Getränke sind über-teuer und man darf nur einen Liter pro Person von zuhause mitbringen. Ich bin grundsätzlich sehr hitzeempfindlich und verschanze mich normalerweise ab 25° in meinem Zimmer. Dementsprechend bin ich überrascht dass ich weder einen Sonnenbrand noch einen Hitzschlag bekommen habe.

Abgesehen davon war es die Erfahrung wert, wir hatten ein großartiges Wochenende, haben ein paar sehr gute bis Legendäre Bands gesehen und freuen uns darauf, das ventuell irgendwann die nächsten Jahre zu wiederholen. Am besten brechen wir die Norm und treten dort einfach selbst in ein paar Jahren auf, ganz easy. 😉

Bis dahin,

Felix